In unseren letzten Beiträgen haben wir oft über leckere, exotische Rezepte geschrieben. Heute soll es um die absoluten Klassiker auf dem Grill gehen und vor allem darum, wie ihr diese Klassiker in die Grill-Masterclass bringt.
Starten wir mit der Bratwurst – das altbewährte Standard Grillgut. Als besonders bekannt gilt die klassische Rostbratwurst. Wir würden euch empfehlen, auch mal die grobe Bratwurst zu probieren. Vor dem Grillen schneidet ihr die Wurst seitlich ein, dadurch geht die grobe Bratwurst noch besser auf. Bei der Qualität solltet ihr darauf achten, eine Wurst mit einem hohen Fettanteil zu kaufen, denn Fett dient als wichtiger Geschmacksträger. Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass die grobe Wurst deutlich fettiger ist als die klassische Rostbratwurst. Hierbei handelt es sich aber um einen Irrtum. Nun ab auf den Grill! Die Würste werden üblicherweise sehr kurz gegrillt. Deshalb brauchen wir direkte Hitze und grillen an der heißesten Stelle des Grills. Dadurch werden die Würste außen schnell knusprig.
Wenn die Wurst die perfekte Bräune erreicht hat, einfach die Wurst an den Rand legen und dort mit indirekter Hitze fertig garen.
Weiter gehts mit dem Rindersteak! Doch wie erkennen echte Grillmaster gute Fleischqualität? Ein wichtiger Indikator ist hierbei die Farbe. Bei Rindfleisch sollte diese dunkelrot sein. Zudem sollte das Steak eine zwei Finger breite Dicke haben und vor dem Grillen Zimmertemperatur angenommen haben. Für das Würzen reicht vor dem Grillen erstmal nur grobes Meersalz. Der Pfeffer kommt kommt erst nach dem Grillen auf das Fleisch. Dann ab auf den Grill! Für das Steak grillen wir erneut mit direkter Hitze und richtig heißer Temperatur. Beim Steak gilt: Zu heiß gibt es nicht. Bei der Grillzeit empfehlen wir immer gute sechs Minuten pro Seite. Danach müsst ihr das Fleisch am Rand des Grills ruhen lassen. Das ist besonders wichtig für den Geschmack, da so der Bratensaft im Fleisch zirkulieren kann. Zu guter letzt kann man das Steak noch in einer erhitzen Pfanne mit zerlassener Butter, Kräutern und Knobloch aromatisieren.
Zuletzt legen wir den Fokus auf Geflügel. Was gilt es bei diesem dritten Klassiker zu beachten? Und wie bleibt das Fleisch schön saftig? Wir widmen uns hier dem Grillen eines ganzen Hähnchen. Am besten hierbei ein Maishähnchen aus Biohaltung kaufen. Grillhähnchen sind nicht ganz einfach zu grillen, aber mit den folgenden Tricks gelingt euch auch das. Wir brauchen zuerst eine einfach Vorrichtung, welche wir dann auf den Gasgrill stellen. Es ist wichtig, dass ihr einen Gasgrill verwendet, weil ihr den Deckel des Grills schließen müsst um eine gleichmäßige Hitze zu haben. Die Vorrichtung besteht aus einem Eisenteller und einer Schale um den austretenden Fleischsaft aufzufangen. Auf den Teller stellen wir denn eine dünne, leere Konservendose.Nun geht es aber erstmal an das Fleisch. Das Hähnchen wird von innen gesalzen und mit Thymian, Zwiebeln, Zitronen und Knoblauch gefüllt.
Wir wollen unser Hähnchen auch von innen schön saftig braten, deshalb hier unser Grillmaster-Tipp: In die Konservendose einfach 0,2 Liter Bier füllen und dann das Hähnchen mit der Öffnung über diese Dose stülpen. Durch die Temperatur auf dem Grill verdunstet das Bier, hält damit das Hähnchen sehr saftig und es entsteht ein gutes Hopfenaroma.
Nun auch dieses Grillgut auf den Grill und 45 Minuten bei 170 Grad grillen lassen. Das war es für heute Freunde, jetzt sind wieder die Grillmaster unter euch gefragt!
Probiert diese Klassiker auf dem Grill doch einfach mal aus und macht sie mit unseren Tipps zur Grill Masterclass!

